Kein SSI !!

Institut für Chemie - Organische Chemie der FU Berlin

Unterrichtung gebärfähiger Arbeitnehmerinnen
über
Beschäftigungsbeschränkungen und mögliche Gefahren für werdende Mütter
(Hochschullehrerinnen, Mitarbeiterinnen, Studentinnen)

Sehr geehrte Damen!

Mit diesem Schreiben weise ich Sie darauf hin, daß bestimmte Gefahrstoffe erbgutschädigende (mutagene), krebserzeugende (cancerogene) und/oder fruchtschädigende (teratogene) Eigenschaften besitzen.

Zur Kennzeichnung dieser Gefahren findet man auf dem Flaschenetikett die folgenden R-Sätze:

 
R 40 = Irreversibler Schaden möglich
R 45 = kann Krebs erzeugen
R 46 = kann vererbbare Schäden verursachen
R 61 = Kann das Kind im Mutterleib schädigen

Die nach EG-Recht eingestuften Stoffe findet man in der Liste nach § 4a der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), national abweichend eingestufte Stoffe in der TRGS 900. Darüber hinaus gibt es viele Stoffe, die noch von keiner Behörde, sondern bislang lediglich vom Hersteller eingestuft sind.

In Ihrem Tätigkeitsbereich handelt es sich dabei insbesondere um folgende Stoffe:

wird zu Beginn eines Versuchs gesondert besprochen!

Nach GefStoffV dürfen werdende Mütter mit diesen Stoffen nicht beschäftigt werden, es sei denn, sie sind den Gefahrstoffen beim bestimmungsgemäßen Umgang nicht ausgesetzt. Gleiches gilt für neue Stoffe, wenn aufgrund von Analogieschlüssen oder aufgrund anderer Einschätzungen mit o.g. Wirkungen gerechnet werden muß.

Stillende Mütter dürfen mit diesen Stoffen nur beschäftigt werden, wenn die Auslöseschwelle nicht überschritten ist.

Mit sehr giftigen, giftigen und mindergiftigen oder in sonstiger Weise den Menschen chronisch schädigenden Gefahrstoffen dürfen werdende oder stillende Mütter nur umgehen, wenn dabei die Auslöseschwelle nicht überschritten wird. Auch dürfen sie nicht mit Gefahrstoffen umgehen, die erfahrungsgemäß Krankheitserreger übertragen können, wenn sie den Krankheitserregern ausgesetzt sind.

Gebärfähige Arbeitnehmerinnen dürfen mit Gefahrstoffen, die Blei- oder Quecksilberalkyle enthalten, nicht beschäftigt werden. Dies gilt nicht, wenn dabei die Auslöseschwelle nicht überschritten wird.

Bitte geben Sie zum Schutz von Mutter und Kind so früh wie möglich Ihre Schwangerschaft dem Arbeitgeber bekannt. Im Falle einer Schwangerschaft müssen Ihre Tätigkeiten entsprechend dem Ihnen und Ihrem Kind zu gewährenden Schutz verändert werden.

Mit freundlichen Grüßen

W. Burgert

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