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4. MS Windows 3.1

4.1 Programmstart

  1. Normaler Start (vom MS-DOS-Prompt): win
  2. Start mit einem Parameter, z.B.: win /s
    (/s für Standard-Modus, /3 für erweiterten 386-Modus, /b für Boot-Log, /? für Parameter-Liste)
  3. Unmittelbares Starten einer Windows-Anwendung, z.B.: win C:\WINWORD\winword.exe

Lernprogramm:

Das zweiteilige Lernprogramm für Anfänger zeigt die Anwendung der Maus und führt in die Grundlagen von MS Windows ein. Aufruf durch Anklicken von ``Hilfe'' in der Menüleiste, dann ``Windows-Lernprogramm''. Taste M liefert die Maus-Lektion, Taste W die Lektion über Windows-Grundlagen.

Online-Hilfe:

Durch Drücken der Funktionstaste F1 erhält man den Hilfe-Index bzw. eine kontextbezogene Hilfe. Alternativ kann man im Menü Hilfe die Menüpunkte Inhalt bzw. Suchen anwählen.

Dokumentation:

Zum Lieferumfang gehören die Manuals Erste Schritte und Benutzerhandbuch. Im übrigen findet man Literatur zu ``MS Windows'' im einschlägigen Fachhandel (z.B. in der Reihe Markt & Technik Schnellübersichten).

Nach dem Programmstart öffnet sich normalerweise das Fenster des Programm-Managers. MS Windows läßt sich mit der Maus oder über die Tastatur bedienen.

4.2 Einführung

Mausbedienung

Normalerweise wird in MS Windows die linke Maustaste verwendet, in einigen Anwendungsprogrammen wird auch die rechte Maustaste mit spezieller Bedeutung benutzt. (Die mittlere Maustaste findet keine Verwendung.) Folgende Operationen können durchgeführt werden:

  1. Anklicken: den Mauszeiger auf das Objekt (z.B. Schaltfläche, Symbol oder Menü) schieben und die (linke) Maustaste drücken und loslassen.
  2. Doppelklicken: die linke Maustaste zweimal rasch hintereinander drücken und loslassen.
  3. Ziehen: den Mauszeiger auf das Objekt (z.B. Symbol) fahren, dann die (linke) Maustaste drücken und festhalten, während das Objekt an eine andere Position verschoben wird. Für spezielle Zwecke muß gleichzeitig eine Taste auf der Tastatur (Strg, Alt oder Shift) gedrückt werden.

Bildschirmaufbau

Der MS-Windows-Bildschirm besteht aus dem Hintergrund (Desktop), Fenstern, Symbolen (Icons), Menüs und Dialogfeldern.

Fenster:

ein rechteckiger Bereich, der verschiebbar und in der Größe veränderbar ist und in der Regel den folgenden Aufbau hat. Oben links, symbolisiert durch einen waagerechten Balken in einem grauen Quadrat, befindet sich das Systemmenüfeld. Anklicken bringt ein Menü hervor (typische Punkte: Wiederherstellen, Verschieben, Größe ändern, Symbol, Vollbild, Schließen, Wechseln zu), während ein Doppelklick darauf das Fenster schließt (und damit die Anwendung beendet). Im mittleren Teil des Fensterkopfes befindet sich die Titelleiste; durch Ziehen der Titelleiste mit der Maus läßt sich ein Fenster verschieben. Rechts daneben findet man zwei Schaltflächen, und zwar die Schaltfläche Symbol (mit einem abwärts zeigenden Dreieck) und die Schaltfläche Vollbild/Wiederherstellen (mit einem aufwärts zeigenden Dreieck bzw. zwei Dreiecken). Anklicken der Schaltfläche Symbol verkleinert das Fenster auf Symbol-Größe (Icon), Anklicken der Schaltfläche Vollbild bringt es auf die maximale Größe bzw. die vorige Größe (Wiederherstellen). Unter der Titelleiste befindet sich ggf. eine Menüleiste. Ein Fenster läßt sich durch Ziehen an den Rändern in der Größe verändern. Das aktive Fenster befindet sich im Vordergrund und ist durch eine blaue Titelleiste gekennzeichnet; ein Fenster läßt sich durch Anklicken aktivieren.

Symbol (Icon):

eine kleine Darstellung, die ein Programm oder Dokument symbolisiert. Durch einen Doppelklick läßt es sich wieder zu einem Fenster vergrößern. Bei einem Einfachklick erscheint das Systemmenü, sofern es sich um ein Symbol auf dem Desktop oder das Symbol einer Gruppe handelt.

Menü:

Menüs lassen sich aus der Menüleiste des Programm-Managers bzw. eines Anwendungsprogramms herausklappen (``Pull-Down''-Menüs), sie enthalten alle notwendigen Befehle. Anwahl mit der Maus: Menüpunkt mit dem Mauszeiger anfahren, linke Maustaste drücken und halten, Unterpunkt anfahren und Maustaste loslassen (Abbruch: außerhalb des Menüs loslassen). Alternativ kann man erst den Menüpunkt, dann den Unterpunkt anklicken. Anwahl mit der Tastatur: Zuerst die Alt-Taste (oder F10) drücken und loslassen, dann die jeweils unterstrichenen Buchstaben (oder die Pfeiltasten benutzen). Abbruch durch Drücken der Esc-Taste. Einige Befehle lassen sich auch durch spezielle Tastenkombinationen aufrufen.

Dialogfelder

dienen zur Auswahl unter vorgegebenen Möglichkeiten bzw. für Eingaben. Hierzu gibt es Radioknöpfe, Kontrollkästchen, Schaltfelder, Listenfelder und Texteingabefelder. Die Bedienung erfolgt durch Anklicken mit der Maus oder auch über die Tastatur (Tab springt zum nächsten Feld, Auswahl mit den Pfeiltasten, direkte Feldwahl bei niedergedrückter Alt-Taste über den Kennbuchstaben.)

Wichtige Tastaturkommandos

Alt-Leertaste     öffnet das System-Menü
Alt-Esc           springt durch Fenster und Symbole
Alt-Tab           springt durch die Task-Liste
Strg-Esc          bringt die Task-Liste
Esc               Abbruch
Alt-F4            beendet ein Anwendungsprogramm bzw. Windows
Strg-Alt-Entf     Reboot-Funktion, erlaubt es, nicht reagierende Anwendungen zu schließen

Windows-Anwendungen starten

Im Programm-Manager ggf. durch Doppelklick auf das zuständige Gruppensymbol das betreffende Gruppenfenster öffnen. Ein Doppelklick auf das Programm-Symbol startet sodann das Programm. Jedes beliebige Programm kann auch über das Menü Datei Ausführen gestartet werden, ggf. mit Hilfe der Option Durchsuchen.

4.3 Programm-Manager

Menüs

Programme ausführen

Siehe oben (Einführung); durch Doppelklick auf das Programm-Symbol, Einfachklick und Drücken der Return-Taste (oder Menü Datei Öffnen) oder über das Menü Datei Ausführen (mit Eingabe oder Auswahl des kompletten Suchpfades).

Programm-Symbole löschen, verschieben oder kopieren

Ggf. wird zunächst das Fenster der zugehörigen Programmgruppe geöffnet. Löschen eines Symbols: Anklicken, Entf drücken (oder Menü Datei Löschen); hierdurch wird das Symbol gelöscht, aber nicht die Datei! Verschieben eines Symbols: mit der Maus in ein anderes Gruppenfenster bzw. auf ein anderes Gruppensymbol ziehen. Kopieren eines Symbols: bei gedrückter Strg-Taste mit der Maus in ein anderes Gruppenfenster bzw. auf ein anderes Gruppensymbol ziehen.

4.4 Datei-Manager

Den Datei-Manager findet man in der Windows-Hauptgruppe. Er dient zum Arbeiten mit Dateien (kopieren, löschen, umbenennen usw.), Verzeichnissen und Datenträgern. Das zu einem Laufwerk gehörige Verzeichnis wird in einem Verzeichnisfenster angezeigt, mehrere Verzeichnisfenster können gleichzeitig geöffnet sein. Die Art der Anzeige ist konfigurierbar; in der Regel zeigt die linke Seite den Verzeichnisbaum, die rechte Seite den Inhalt des gewählten Verzeichnisses. Unterhalb der Titelzeile findet man eine Leiste mit Laufwerkssymbolen.

Menüs

Datei:

Öffnen, Verschieben, Kopieren, Löschen, Umbenennen, Eigenschaften, Ausführen, Drucken, Verknüpfen, Verzeichnis erstellen, Suchen, Dateien auswählen, Beenden.

Datenträger:

kopieren, benennen, formatieren, Systemträger erstellen, Laufwerk auswählen.

Verzeichnisse:

Nächste Ebene einblenden, Zweig einblenden, Alle Ebenen einblenden, Zweig ausblenden, Verzweigungen kennzeichnen.

Ansicht:

Struktur und Verzeichnis, Nur Struktur, Nur Verzeichnis, Teilen, Name, Alle Dateiangaben, Bestimmte Dateiangaben, Nach Name, Nach Typ, Nach Größe, Nach Datum, Angaben auswählen.

Optionen:

Bestätigen, Schriftart, Statuszeile, Symbol nach Programmstart, Einstellungen beim Beenden speichern.

Fenster:

Neues Fenster, Überlappend, Nebeneinander, Symbole anordnen, Aktualisieren, Fenster-Liste.

Hilfe:

Inhalt, Suchen, Hilfe benutzen, Info.

Fenster

Anklicken eines Laufwerkssymbols liefert die zugehörige Verzeichnisanzeige im aktuellen Fenster. Bei einem Doppelklick wird ein neues Fenster geöffnet.

Dateien löschen, verschieben oder kopieren

Ggf. zunächst ein Fenster für das betreffende Laufwerk öffnen und dort durch Anklicken das benötigte Verzeichnis aktivieren (bzw. durch einen Doppelklick einen Zweig mit Unterverzeichnissen einblenden). Löschen einer Datei: das betreffende Symbol im Verzeichnis durch Anklicken aktivieren, Entf drücken. (Achtung: im Unterschied zur analogen Operation im Programm-Manager wird hier tatsächlich die Datei gelöscht!) Verschieben einer Datei: bei gedrückter Alt-Taste das Dateisymbol auf ein Verzeichnissymbol oder in ein anderes Verzeichnisfenster ziehen. Kopieren einer Datei: bei gedrückter Strg-Taste das Dateisymbol auf ein Verzeichnissymbol oder in ein anderes Verzeichnisfenster ziehen. Verschieben/Kopieren: zieht man ein Dateisymbol mit der Maus auf ein Verzeichnissymbol oder in ein anderes Verzeichnisfenster, ohne daß gleichzeitig die Strg- oder Alt-Taste gedrückt wird, so wird die Datei verschoben, falls sich das Laufwerk nicht ändert, ansonsten auf ein anderes Laufwerk kopiert. Hinweis: bei gedrückter Shift-Taste lassen sich durch Anklicken mit der Maus mehrere Dateisymbole gleichzeitig aktivieren.

Programme starten

Durch einen Doppelklick auf ein Programm-Symbol (.EXE, .COM, .BAT oder .PIF) läßt sich das betreffende Programm ähnlich wie aus dem Programm-Manager starten. Es kann sich dabei um Windows-Anwendungen oder um DOS-Programme handeln.

4.5 Systemsteuerung

Farben:

Einstellungen für die Farbdarstellung der Bildschirmoberfläche

Schriftarten

installieren

Anschlüsse:

Einstellungen der seriellen Schnittstellen

Maus:

individuelle Einstellungen

Desktop:

Gestaltung des Desktop (Bildschirmhintergrund), Bildschirmschoner

Drucker:

Installation, Auswahl und Einrichtung von Druckern

Ländereinstellungen:

Sprache, Tastatur, Zahlen-, Datums-, Zeit- und Währungsformat

Datum/Uhrzeit:

einstellen

Klang:

Ein- oder Ausschalten und Auswahl der Systemklänge

386 erweitert:

Zeiteinteilung bei Multitasking, Einrichtung bzw. Modifizierung einer SWAP-Datei

Treiber:

Installation von Treibern für Multimediageräte (z.B. Soundboard)

4.6 Zubehör-Programme

Write:

Textbearbeitung (.WRI)

Paintbrush:

Zeichen- und Malprogramm (.BMP)

Notizblock (Editor):

``ASCII''-Texteditor zum Erstellen oder Editieren von Konfigurationsdateien, Batch-Dateien, Quellcodes oder Notizen.

Rechner:

arbeitet als Standard-Rechner oder als wissenschaftlicher Rechner.

Uhr:

Uhr mit digitaler oder analoger Anzeige. Auch das Symbol zeigt die Uhrzeit noch an.

Kalender:

Terminkalender mit Tages- und Monatsübersicht sowie Wecker.

Kartei:

zur Verwaltung von Adressen oder ähnlichen Informationen; Karten- oder Listenanzeige.

Terminal:

Kommunikation über die serielle Schnittstelle (Null-Modem-Kabel oder Modem).

Rekorder:

Aufzeichnung und Wiedergabe von Makros (Folge von Tastenanschlägen und Mausbewegungen).

Zeichentabelle:

Tabelle aller ASCII-Zeichen in einer beliebigen installierten Schriftart.

Medien-Wiedergabe:

Wiedergabe von Klängen (MIDI-Dateien, erfordert einen MCI-Gerätetreiber).

Klangrecorder:

Aufnahme, Bearbeitung und Wiedergabe von Klangdateien (.WAV)

4.7 Anwendungsprogramme (Allgemeines)

Windows-Programme laufen im allgemeinen in Fenstern ab. Windows kann mehrere Anwendungen ``gleichzeitig'' ausführen, wobei ein Prozeß aktiv ist und im Vordergrund abläuft, während die übrigen im Hintergrund laufen. Im Hintergrund kann man z.B. langwierige Rechnungen ausführen lassen. Die Aktivierung des Vordergrund-Prozesses (Task-Umschaltung) kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Besonders praktisch ist es, bei gedrückter Alt-Taste einmal oder mehrmals die Tab-Taste zu drücken; sobald die gewünschte Anwendung eingeblendet wird, läßt man die Alt-Taste los. Die gesamte Task-Liste wird durch Drücken der Tastenkombination Strg-Esc eingeblendet.

DOS-Programme (Nicht-Windows-Anwendungen)

Auch Programme, die nicht als Windows-Anwendungen entwickelt wurden, können aus dem Programm- oder dem Datei-Manager gestartet werden. Nichtgrafische DOS-Programme können entweder im Vollbildmodus oder in einem Fenster ablaufen; eine Umschaltung ist mit der Tastenkombination Alt-Return möglich. Um die Ablaufeigenschaften konfigurieren zu können, sollte man DOS-Programme über PIF-Dateien starten.

4.8 Spezielle Windows-Konzepte

Datenaustausch über die Zwischenablage

über die Zwischenablage (Clipboard, Klemmbrett) können Informationen (Texte oder Grafiken) zwischen verschiedenen Anwendungen ausgetauscht werden.

Dynamischer Datenaustausch (DDE, Dynamic Data Exchange)

Das Verknüpfen von Objekten erlaubt es, die gleiche Information (das Objekt) in verschiedenen Dokumenten zu verwenden. Die Aktualisierung erfolgt automatisch.

Einbetten von Objekten (OLE, Object Linking and Embedding)

Objekte wie Zeichnungen, Geschäftsgrafiken, mathematische Formeln oder Audio-Dateien können so in ein Programm integriert werden, daß sie mit ihrem zugehörigen Programm verbunden bleiben. Auswahl des Objekts (z.B. durch Doppelklick) startet dann automatisch das zugehörige Anwendungsprogramm (beispielsweise Paintbrush).

Ziehen und Ablegen (Drag and Drop)

Eine Aktion kann aus dem Datei-Manager heraus dadurch ausgeführt werden, daß man das Datei-Symbol auf das Symbol des Anwendungsprogramms zieht; z.B. kann man eine Datei dadurch drucken, daß man ihr Symbol auf das Druck-Manager-Fenster oder -Symbol zieht.


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