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4.3 Dr. Ursula Diefenbach

Institut für Anorganische und Analytische Chemie


Fabeckstr. 34-36, 14195 Berlin; Tel. +49 30 838-54643; Fax -52424; E-mail: diefenb@chemie.fu-berlin.de

Keywords: Cyclo- und Polyphosphazene, nieder- und makromolekulare Metallkomplexe.

Forschungsgebiete

Durch Einführen von Seitengruppen, die als N-Donor-Liganden fungieren können, in Cyclo- und Polyphosphazene erhält man multifunktionelle Komplexliganden. Durch Umsetzen der Cyclophosphazenderivate mit Übergangsmetallsalzen lassen sich niedermolekulare Metallkomplexe darstellen, deren Strukturen u.a. mittels der Röntgenstrukturanalyse aufgeklärt werden können. Die so erhaltenen Informationen über die koordinativen Eigenschaften der niedermolekularen Liganden erlauben modellhaft Rückschlüsse auf die Komplexbildung analog gebauter Polyphosphazene. (Aminoalkyl)pyridyl-substituierte Phosphazene bilden einen Schwerpunkt der Untersuchungen. Bei diesen Molekülen der allgemeinen Zusammensetzung [NPRx(NH(CH2)nC5H4N)y]n , (x + y = 2), können die Stickstoffatome des Pyridinringes, der Aminogruppe und/oder des Phosphazens an der Komplexierung beteiligt werden. Es hängt sowohl von den sterischen Gegebenheiten der funktionellen Seitengruppen als auch von der Art und Anzahl der Cosubstituenten R sowie vom verwendeten Metallion ab, wo die Komplexbildung stattfindet. Polyphosphazene mit 2-(Aminoethyl)pyridylgruppen zeigen, wenn sie mit Gemischen aus verschiedenen Metallsalzen zur Reaktion gebracht werden, eine bevorzugte Aufnahme von Cu(II) und kommen daher als Extraktionsmittel oder Ionenaustauscher in Frage.

Weitere Verweise


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© 1996, Redaktionsschluß: 1996-08-01.