Reichstag

Das Reichstagsgebäude wurde von dem Architekten Paul Wallot im Stil der italienischen Hochrenaissance entworfen. Es entstand in den Jahren 1884 bis 1894, es wurde in schlesischem Sandstein aufgeführt. Die Ausmaße waren: Länge 137 m, Breite 104 m, Höhe der vier Ecktürme 46 m, der Kuppelspitze 75 m. Die über dem Portal prangende Inschrift "Dem Deutschen Volke" wurde während des Ersten Weltkriegs angebracht.

Der Reichstagsbrand vom 27.2.1933, angeblich vom Holländer Marinus van der Lubbe gelegt, diente den Nationalsozialisten als Vorwand für das Ermächtigungsgesetz. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erfuhr das Gebäude schwere Beschädigungen, in der Nachkriegszeit wurde es ohne Kuppel wiederhergestellt.

Nach der deutschen Vereinigung am 3. Oktober 1990 und dem Beschluß des Deutschen Bundestages vom 20. Juni 1991, daß das Parlament in die Hauptstadt Berlin umziehen wird, wurde ein Architektenwettbewerb zum Umbau des Reichstagsgebäudes für die künftige Nutzung durch den Deutschen Bundestag ausgeschrieben. Unter der Leitung des Architekten Norman Foster soll der Umbau im Zeitraum von 1995 bis 1999 erfolgen.



Burkhard Kirste, 1995/02/12, last update 1996/06/20