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Kunststoffe zum Kennenlernen:

Polyisopren

Isopren (oder auch 2-Methyl-1,3-butadien) ist eine Substanz, aus der in der Natur viele Stoffe gebildet werden. Tierische und pflanzliche Organismen sind in der Lage, Stoffe zu synthetisieren (man spricht von Biosynthese), die aus so genannten Isopreneinheiten aufgebaut sind.

Abgesehen von solch spezifischen Molekülen sind manche Pflanzen auch in der Lage, die Isoprenmolküle einfach zu polymerisieren. Ein Kautschukbaum liefert, wenn man seine Rinde anritzt, täglich ca. 7g Latex. Dies ist eine Emulsion von Polyisopren (so genanntem Naturkautschuk) in Wasser.

Trennt man das Wasser ab, so erhält man eine Kautschuk-Rohmasse, die allerdings schon bei 30° C anfängt zu schmelzen und für den Gebrauch nicht geeignet ist. Da das Polyisopren jedoch über Doppelbundungen verfügt, kann man durch entsprechende Quervernetzung eine stabile, elastische Masse erhalten. Das Verfahren heißt Vulkanisation und wurde im 18. Jahrhundert von Charles Goodyear entdeckt. Wenn ihr euch den Namen des Erfinders genauer anguckt, könnt ihr auch ein wichtiges Anwendungsgebiet dieses vulkanisierten Kautschuks erraten.

(Wenn der Groschen immer noch nicht gefallen ist, so guckt doch mal bei www.goodyear.de.)

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