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Die Mark

Etymologie

mhd. marc = "Zeichen"; mit einer Marke versehener Metallbarren

Die Mark als Gewichtseinheit

Die Mark war eine altdeutsche, etwa seit dem 9. Jahrhundert bekannte Gewichtseinheit, die etwa einem halben Pfund entsprach. ("Pfund", lat. libra, war die alte Gewichtseinheit in fast allen Kulturstaaten mit allerdings unterschiedlichem Wert. Mit der Einführung des Dezimalsystems wurde 1 Pfund = 500 g festgesetzt.)
1 kölnische Mark = 233,8123 g (1705)
1 preußische Mark = 233,8555 g

Münzmark (Silber)

Preußen und seit 1838 Deutscher Zollverein: 1 Mark = 233,8555 g Silber. Wert am 31.10.2014: 88,87 EUR (173,81 DM)

Scheidemünzen aus Silber

Reichstaler (1566): ursprünglich 25,984 g Silber; Metallwert am 31.10.2014: 9,87 EUR (19,31 DM)

Deutsches Reich, 1871 bis 1914 bzw. 1924: Stücke zu 1, 2 und 5 M sowie 50 Pf (1/2 M), seit 1908 auch 3 M ("Taler") aus 900er Silber.
1 Silbermark: 5 g Feinsilber (Gewicht: 5,55 g); Metallwert am 31.10.2014: 1,90 EUR (3,72 DM)

Reichsmark, 1924 - 1948

Anm.: 1 RM = 1012 (1 Billion) Papiermark; 1 US-Dollar = 4,20 RM (1924)

Die Silbermünzen hatten nur noch den halben Silbergehalt von denen der Kaiserzeit. Konkret enthielten also Münzen zu 2 RM 5 g Feinsilber, zu 5 RM 12,5 g Feinsilber.

Bundesrepublik Deutschland: Die von 1951 bis 1975 ausgegebene 5 DM Münze bestand aus einer Legierung aus 62,5 % Silber und 37,5 % Kupfer, Gewicht: 11,2 g, also 7,0 g Silbergehalt; Metallwert am 31.10.2014: 2,66 EUR (5,20 DM).

10 Euro Gedenkmünzen (2002 - 2010): Raugewicht 18 g, 925er Silber, Feingewicht 16,65 g Silber (entsprechend einem preußischen Vereinstaler von 1857); Metallwert am 31.10.2014: 6,33 EUR (12,37 DM).

Goldmark

Laut Gesetz von 1871/73 war die Einheit der Goldmark (M) 0,3584 g Feingold (aus 500 g Feingold wurden 139,5 Goldstücke zu 10 Mark geprägt); Metallwert am 31.10.2014: 10,63 EUR (20,78 DM) - also ein Wertverfall des Geldes etwa auf 1/20.

Abgeschätzt ergibt sich damit eine durchschnittliche Inflationsrate über 100 Jahre (1914 - 2014) von 3,1 % p.a.

Die Münzen des Deutschen Kaiserreichs hatten einen Feingehalt von 900/1000, Rest Kupfer. Ausgeprägt wurden hauptsächlich Stücke zu 20 Mark ("Doppelkrone", Raugewicht 7,9649 g, 7,1684 g Feingold), in geringerer Zahl 10 Mark ("Krone", Raugewicht 3,9825 g, 3,5842 g Feingold), ferner 5 Mark.

Historische Münzen

Goldmünzen

Friedrichsdor (Friedrichsd'or): 6,03 g Feingold (ab 1770), entsprechend 5 Silbertaler, nach 1832 5 2/3 Silbertaler, äquivalent zu 1 Louisdor. (1 Friedrichsdor = 16,82 Goldmark)

Dukaten: zuerst in Venedig 1284 geprägt. Reichsdukaten (1559): 3,44 g Gold; entspricht also knapp 10 Goldmark. Ähnlich: Florentiner Goldgulden, meist Zechine genannt.

Aureus: römische Goldmünze, Gewicht unter Caesar 1/40 Pfund = 8,19 g, Wert gleich 100 Sesterzen.

Solidus (Goldsolidus, s): zuerst unter Kaiser Konstantin geprägt, 4,55 g (also 12,7 Goldmark).

Goldparität des US-Dollar 1900: 1,504632 g (entsprechend 4,20 Goldmark).

Silbermünzen

Denar (Denarius, d): Hauptsilbermünze Roms von mittlerem Wert, Raugewicht wohl 4 bis 4,5 g, ursprünglicher Wert 10 As (daher der Name) = 4 Sesterzen. Später Gewicht 1/84 Pfund = 3,25 g (Wert 16 As), unter Nero 1/96 Pfund = 2,84 g, und weitere Münzverschlechterungen. Vom Denar leiten sich viele Münzen anderer Völker ab: Dinar, Dirhem, Penny, Pfennig.

Sesterz: römische Silbermünze, ursprünglicher Wert 2 1/2 As (Gewicht wohl ca. 1 g).

Dirhem: arabische Silbermünze, Gewicht ursprünglich etwa 4 g.

Batzen: zuerst Ende des 15. Jahrhunderts in Süddeutschland geprägt, Wert 4 Kreuzer (32 Heller).

Kreuzer (kr; Tirol 1270: Grossus), süddeutsche Münze, Feingehalt sollte 0,37 g sein, Wert 1/60 Gulden oder 1/90 Reichstaler oder 4 Pfennig. Der Kreuzer wurde als geringhaltige Billonmünze geprägt (Kupfer-Silber-Legierung).

Pfennig (Pfenning, d): nach der Münzordnung Karls des Großen 1/240 Pfund Silber (1 Karlspfund = 12 Unzen = 406,5 g, also hatte ein Pfennig 1,69 g Silber). Stetige Münzverschlechterung, später eine Scheidemünze aus Kupfer (s.u.).

Heller ("Haller Pfennig"), in Schwäbisch-Hall seit dem 13. Jahrhundert geprägt, Wert 1/2 Pfennig.

Gulden: anfänglich eine Gold-, später eine Silbermünze mit sehr unterschiedlichem Feingehalt. Beispiel: Konventionsgulden von 1753 zu 11,70 g Feinsilber, ungefähr 3 Konventionsgulden = 2 Konventionstaler.

Taler (Thaler, Joachimsthaler), Reichstaler (1566 bis ins 18. Jahrhundert): 25,984 g Feinsilber (9 Stück aus der kölnischen Mark); um 1750 Konventionstaler zu 23,386 g Feinsilber (Beispiel: Maria-Theresien-Taler zu 23,389 g Feinsilber, Raugewicht 28,0668 g); Preußen ab 1770 (Graumannscher Talerfuß, 1764): 1 Taler zu 16,70 g Feinsilber (14 Stück aus der kölnischen Mark), Verhältnis Gold zu Silber wie 1 zu 13,846 (ab 1832 wie 1 zu 15,692).

Silberdollar (Morgan Dollar, 1878-1921): Gewicht 26,73 g (90 % Silber, 10 % Kupfer), also 24,06 g Feinsilber. (Die Bewertung Gold:Silber war etwa 15:1.)

Kupfermünzen

As (Aes): altrömische Münzeinheit, Gewicht: 1 altrömisches Pfund (Libra), ca. 273 g.

Pfennig (Preußen): Wert 1/360 Taler (im 19. Jahrhundert), Scheidemünze. (Aber: 48 einen Thaler von 1773, entsprechend 6 Pfennig = Sechser, aus 1,2 g Kupfer; also 1 Pfennig = 1/288 Taler, 1 Groschen = 12 Pfennig.) Später (Deutsches Reich, Bundesrepublik Deutschland) 1/100 Mark bzw. 1/100 RM bzw. 1/100 DM.

Kupfer: 2 Pfennig, Bundesrepublik Deutschland

1950 - 1968: Legierung aus 95 % Kupfer, 4 % Zinn und 1 % Zink; Gewicht: 3,25 g; Metallwert (Cu) am 31.10.2014 etwa 0,017 EUR (0,033 DM). Damit ist der Metallwert jetzt höher als der Nennwert, ganz abgesehen von den Prägekosten.

Spätere 2 Pfennig Münzen sowie alle 1 Pfennig Münzen bestanden aus einem Eisenkern, der mit Kupfer plattiert war.

Verbraucherpreisindex in der Bundesrepublik Deutschland

1952 = 100, 2005 = 411: Wertverfall in 53 Jahren auf 24,3 %, mittlere Inflationsrate: 2,7 % p.a. In diesem Zeitraum war der Wertverfall der Währung in der Bundesrepublik Deutschland etwa so groß wie in der Schweiz und kleiner als in Österreich, Japan oder den USA (USA: 2005 = 736 entsprechend einer mittleren Inflationsrate von 3.8 % p.a.).

1980 = 100, 2011 ca. 200: Wertverfall in 31 Jahren auf ca. 50 %, mittlere Inflationsrate: ca. 2,3 % p.a.

(1980 = 100) 1948 ca. 41,9, 2013 ca. 207,2: Wertverfall in 65 Jahren auf ca. 20 %, mittlere Inflationsrate: ca. 2,5 % p.a.

Quellen: Wikipedia, Statistisches Bundesamt

Edelmetallpreise (in EUR)

ungefähre Ankaufspreise, Stand: 31.10.2014, Quelle: "Der Tagesspiegel":

Münzmetalle:
1 kg Gold (Au): 29650 EUR (57990 DM)
1 kg Silber (Ag): 380 EUR (743 DM)
1 kg Kupfer (Cu): 5,53 EUR (10,82 DM)

Sonstige:
1 kg Platin (Pt): 30740 EUR (60122 DM)

1 EUR = 1,95583 DM (Festlegung zum 01.01.1999)
1 Feinunze = 31,1035 g
1 Karat (ct) = 0,2 g (als Edelsteingewicht)
1 Karat (kt) = 1/24 = 4,167 % (als Feingehalt von Gold)

Quellenangabe

u.a. "Der Große Brockhaus", 15. Aufl.

Anm.: hier wird nicht zwischen "Gewicht" und "Masse" unterschieden.




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Letzte Änderung: 2017-03-01